Die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung in den beispiellosen Spannungen zwischen den USA und dem Iran im Nahen Osten ist vorerst gescheitert. Der von beiden Ländern angekündigte zweiwöchige vorläufige Waffenstillstand brach faktisch zusammen, bevor 24 Stunden vergangen waren. Während die ganze Welt den Prozess aufmerksam verfolgt, hat das Risiko eines erneuten Aufflammens der Konflikte den höchsten Stand erreicht.
Straße von Hormus wieder gesperrt Eine der kritischsten Bedingungen des in der ersten Aprilwoche erzielten Abkommens war die sofortige Öffnung der Straße von Hormus – der Lebensader für den Welthandel und die Energieversorgung – für zivile und kommerzielle Schiffe. Aktuellen Berichten zufolge haben iranische Streitkräfte die Meerenge jedoch wieder für den Verkehr gesperrt und damit gegen die Grundbedingung des Waffenstillstands verstoßen. Dieser Schritt stieß in Washington auf große Empörung.
Gespräche in Islamabad in Gefahr Auch das Schicksal der diplomatischen Gespräche, die Delegationen beider Länder in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad zusammenbringen sollten, wurde durch diese Entwicklung in große Ungewissheit gestürzt. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, für den Waffenstillstand „Angriffe auf Infrastrukturziele auszusetzen“, nach dem jüngsten Vorgehen des Irans in der Straße von Hormus entwickeln wird.
Spannungen in der Region auf dem Höhepunkt Nach intensiven gegenseitigen Luftangriffen und schweren Verlusten seit Februar wich diese kurze „Pause“ wieder den Kriegstrommeln. Während diplomatische Quellen angeben, dass die Kluft zwischen den Parteien „zu groß ist, um überbrückt zu werden“, wurden die Märkte und globale Energieakteure in Alarmbereitschaft für eine mögliche neue militärische Eskalation versetzt



